Der Landschaftspark
DEUMU-Gelände

Das direkt an der Emscher gelegene DEUMU- Gelände wurde 130 Jahre industriell genutzt. 70 Jahre diente die Fläche als Standort für die Zeche und Kokerei Recklinghausen I. Der südliche der Emscher in Herne gelegene Teil des Geländes, die sogenannte Kanalinsel, besitzt einen Hafenanschluss an den Rhein-Herne-Kanal. Deshalb betrieb die Deutsche Erz- und Metallunion (DEUMU) nach dem 2. Weltkrieg auf dem 11 ha großen Areal eine Schrottverwertung.
Ein im Dezember 2004 vorgelegtes Gutachten zur erweiterten
Gefährdungsabschätzung weist Boden- und Grundwasserbelastungen auf der Fläche
aus. Es besteht daher ein Sanierungserfordernis. Erste ordnungsbehördliche
Maßnahmen sind eingeleitet.
Im Hinblick auf die umwelttechnische Bewertung einer zukünftigen Nutzung wurden
die Szenarien Brache, Grünfläche und Gewerbefläche zu Grunde gelegt. Planerische
Vorgaben, die bei der zukünftigen Nutzungsentwicklung zu beachten sind, ergeben
sich aus
- Dem Gebietsentwicklungsplanes "Emscher-Lippe", der für den südlichen Teil
des Geländes einen "Allgemeinen Freiraum- und Agrarbereich" ausweist
(ca. 5 ha).
- Dem Ratsbeschluss der Stadt Recklinghausen vom 24. November 2003 zum Gewerbeflächenbedarf - Analyse zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes, der die Rücknahme der gewerblichen Baufläche auf dem DEUMU-Gelände in einer Größenordnung von 5 ha nicht nur ausdrücklich bestätigt, sondern der Verwaltung zusätzlich den Prüfauftrag erteilt, ob die Rücknahme bis zur Höhe August-Kaiser-Straße ausgeweitet werden kann.
Projektpartner:
Regionalverband Ruhr, Stadt Recklinghausen