Der Landschaftspark
Die Drachenbrücke
Die
Brücke über die Cranger Strasse steht im Kontext zu den Zielen der Gesamtplanung
für die Halde Hoheward. Dort entsteht zur Zeit ein recht einmaliges Konzept, das
unter der Bezeichnung „Landschaftspark Emscherbruch - Neue Horizonte“ die
Begriffe: „Wissen, Kunst und Entspannung“ zusammenführt. Diesem hohen Anspruch
soll die Brücke als „Eingangsbauwerk“ ebenfalls gerecht werden und auf
Ereignisse „dort oben“ auf heitere Weise aufmerksam machen.
Aus ihrer Funktion einer querungsfreien Zuwegung zur Halde für Rollstuhlfahrer, Fußgänger und Radfahrer wird eine geschwungene Form mit sanft ansteigendem Trassenverlauf zwischen den vorgegebenen Widerlagerpunkten gewählt. Dabei steht das Erleben auf der Brücke, wie das der Brücke selbst, im Vordergrund der Überlegungen. So, wie die Landmarken auf der Halde, soll durch die Brücke ebenfalls ein heiteres, unverwechselbares Zeichen gesetzt werden. Aufgrund der geometrischen Vorgaben ist ein einfacher Brückensteg die nahe liegende Konstruktionslösung. Angereichert durch einige wenige Elemente entsteht das abstrakte Bild eines Fabelwesens. Auf diese Weise soll das Interesse an dem Besuch auf der Halde mit den übrigen, vielfältigen Einrichtungen geweckt werden.
Das Grundkonzept für die Brücke baut dabei auf einer einfachen Tragwerkslösung auf, das für eine Brücke in Bochum („Erzbahntrasse“, Querung Rheinische Bahn) sehr ähnlich bereits realisiert wurde. Daraus entwickelt sich die Frage: „Was muss zum Tragwerk hinzugefügt werden, damit es symbolträchtige Gestalt annimmt?“ Auf diese „umgekehrte Fragestellung“ bezieht sich der Entwurf.
