Projektumsetzung
Die ersten Gedanken zum Landschaftspark Emscherbruch starten als
interkommunales Projekt der Städte Herten und Recklinghausen, die in der
wachsenden Halde Hoheward zwischen den Städten die Chance zu einer Aufwertung
des regionalen Freizieit- und Naherholungsangebotes erkennen.
Im Mai 2001 begibt sich eine dialogorientierte Planungswerkstatt unter
Beteiligung von Politikern, Bürgern, Grundeigentümern und externen Fachleuten
auf dies Suche nach zukunftsweisenden Konzepten für den Planungsraum. Vier
Planungsteams erarbeiten Lösungsvorschläge für den Landschaftspark, die am 12.
Mai 2001 in Recklinghausen präsentiert werden. Die Jury unter Vorsitz von
Prof.Albert Schmidt und Christine Wolf entscheidet sich mit großer Mehrheit für
das Konzept Neue Horizonte von Henri Bava und seinem Büro Agence Ter.
Henri Bava entwickelt ein Konzept horizontaler Schichtungen als Spiegel der Indurstrielandschaft und inszeniert diese Schichten in Form von differenzierten und nutzungsspezifischen Horizonten. Hierdurch bilden sich zunächst zwei Ringe um die Halde:
- Die Ringpromenade umgreift auf der Basisebene den Berg und erschließt alle Aufgänge.
- Die Balkonpromenade auf halber Höhe bietet von verschiedenen Plattformen Ausblicke in die Region.
Krönung der Halde ist der Tophorizont, an dem sich Himmel und Erde berühren und im Himmelssee spiegeln. Ergänzt wird das Konzept durch die Ewaldpromenade, ein Teil des Ringschlusses auf dem früheren Zechengelände und ein multifunktionales Aktiv-Linear-Band, das die beiden Städte im Süden der Halde verbindet.
Im Juni 2002 legt Agence Ter den Masterplan Neue Horizonte als Konkretisierung der Ergebnisse aus der Planungswerkstatt vor. Er soll Grundlage für die Umsetzung des Gesamtkonzeptes werden. Im Bereich des Top-Horizontes wird das Horizont-Observatorium integriert, eine Projektidee des Initiativkreises Horizontastronomie im Ruhrgebiet.